marți, 20 decembrie 2011

Interview mit Katja und Irina 1



Letztes Jahr habe ich Katja kennengelernt. Inzwischen ist ein bisschen Zeit gelaufen, wir haben etwas zusammen erlebt und es wird bestimmt noch spannender weiter. Katja ist jung, arbeitet an ihre Masterarbeit in Leipzig und besucht Moldawien schon das dritte Mal. Wir haben uns über Moldawien, Deutschland, Projekte, Vorurteile, Traditionen, Jugendliche, Zukunftspläne und über viel mehr unterhalten...


IRINA: Katja, erzähl mal bitte was über dich.
KATJA: Ich bin 24 Jahre alt und bin Studentin in Dresden. Lebe aber in Leipzig, weil ich aus Leipzig komme. Ich studiere Deutsch als Fremdsprache und Germanistik und Literaturwissenschaft. Und im Zuge des Studiums bin ich letztes Jahr nach Chisinau gekommen und habe ein Praktikum gemacht, an der ULIM (Freie Universität aus der Moldau) und am Deutschen Lesesaal unterrichtet. Es hat mir sehr gefallen und deswegen bin ich jetzt wieder nach Chisinau gekommen und mache das gleiche noch mal, aber nicht als Praktikum, sondern einfach ja, es sind meine Ferien, meine Semesterferien und ich bin hier.

IRINA: Interessant. Aber auch merkwürdig. Warum Moldawien denn wieder?
KATJA: Also das erste Mal bin ich hier gekommen, weil es eine Ausschreibung bei mir an der Universität gab für ein Praktikum, ein Unterrichtspraktikum und ein Reispraktikum. In der Ausschreibung stand direkt, dass man unterrichten wird an der Universität, dass man auch verschiedene Projekte an anderen Universitäten im ganzen Land machen wird und das hat mich schon sehr interessiert, da man in einem Land reist und nicht nur in einem Ort ist. Moldau ist nicht groß, da hat man eigentlich in zwei Monate viel Zeit, um viel zu sehen. Und außerdem habe ich zu dem Zeitpunkt angefangen Russisch zu lernen und dachte ich könnte in Chisinau mein Russisch verbessern, was leider nicht geklappt hat. Aber das ist egal. Und der dritte Punkt warum ich mich für Moldau interessiert habe war, also ich interessiere mich schon immer und mein Herz ist schon immer in Osteuropa und in den Ländern des Ostens.  Moldau kannte ich überhaupt nicht und da kam dieses Angebot eigentlich wie gerufen. Ja, und ich habe mir gedacht, ich probiere es einfach mal aus und bewerbe mich, das kostet nichts, wenn es nicht klappt dann klappt es nichts. Es hat geklappt und ich hatte letztes Jahr eine sehr schöne Zeit hier, so schön, dass ich eben im März schon mal wieder hier war zu Besuch und meinem besten Freund die Stadt, Land und Leute gezeigt habe. Jetzt bin ich wieder da. Ja, weil ich mich einfach so wohl gefühlt habe und weil ich Chisinau auch vermisst habe und die Leute in Chisinau.

IRINA: Was machst du im Moment in Deutschland?
KATJA: Ich studiere jetzt in Dresden. Mein Master heißt Germanistik, Sprach- und Kulturwissenschaft mit Nebenfach Literaturwissenschaft und im Zuge des Studiums musste ich einen Bereich der Germanistik wählen, den ich vertiefe möchte und da habe ich Deutsch als Fremdsprache gewählt, weil ich da mein Bachelor in Leipzig gemacht habe und das meine Leidenschaft ist.

IRINA: Was wusstest du über Moldawien, bevor du hierhergekommen bist?
KATJA: Ich wusste nicht wirklich was. Natürlich bevor ich mich beworben habe, habe ich mal gegoogelt und dann ein bisschen was gelesen. Ok, es liegt zwischen Rumänien und der Ukraine, zweisprachiges Land. Ich habe gelesen, dass es recht klein ist, dass es die Größe von Baden-Wüttemberg hat. Aber ich wollte auch nicht zu viel lesen, ich wollte mich dann einfach überraschen lassen und nicht vorher schon na… ein vorgefertigtes Bild haben, was dann umgeworfen wird oder bestätigt wird. Aber so ein paar grundlegenden Sachen sollte man schon wissen, ansonsten habe ich mich einfach überraschen lassen.

IRINA: Hattest du irgendwelche Erwartungen bevor du hier hingereist bist?
KATJA: Ich hatte Erwartungen aber nicht direkt ans Land, sondern an das Praktikum. Ich habe schon gehofft, dass ich viel unterrichten kann. Habe mir auch gewünscht, dass mich die Lehrer relativ frei arbeiten lassen, also das ich machen kann, was ich möchte, dass ich unterrichten kann, was ich möchte, dass nicht immer ein Lehrer daneben sitzt und sagt: „So heute machst du Perfekt und das und das.“, sondern, dass ich den Unterricht frei gestalten kann. Ich hatte von dem Praktikum auch erwartet, wirklich durchs Land zu reisen, so wie es auch ausgeschrieben war und das hat geklappt. Aber vom Land selber, von den Leuten selber hatte ich keine Erwartungen gehabt. Ich dachte, ich lass mich lieber überraschen, als vorher irgendwie schon ein Bild im Kopf zu haben.


to be continued...

2 comentarii:

Aliona Scutelnic spunea...

Liebe Katja, du bist immer hier Willkommen!!! Ich freue mich das dir unsere Land und unsere Leute gefallen hat!
Viel Glueck in Alles!

Bis Bald!

Elle spunea...

Aliona, total einverstanden!